Studienfahrten

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Schüler-Studienfahrt ins Elsass

Deutscher Kriegsgräberfriedhof in Niederbronn les BainsAlexander Hellermann ist eigentlich keiner der leiseren Schüler. Nach dem Besuch der Gedenkstätte Struthof mit der Gaskammer aber kommt seine weiche Seite zum Vorschein: „Das löst in mir eine traurige Wirkung aus.“ Dass es in den Konzentrationslagern so schlimm zugegangen sei, war ihm nicht bewusst. Der 16 Jahre alte Schüler aus Geinsheim gehörte zu den 28 Schülern der Mittelpunktschule Trebur, die das Elsass besuchten – und das Glück hatten, noch vor der Grenzschließung nach Hause zu kommen.

Das einzige deutsche KZ auf französischem Boden war für die Neunt- und Zehntklässler die wohl aufwühlendste Station der Fahrt. Das lässt sich den aufgeschriebenen Eindrücken nach der Führung entnehmen, indem sie „Struthof“ buchstabierten: Schockierend, Trauer, Rassismus, Unterdrückung, Trauma, Hinrichtung, Opfer, Folter. Fassungslos notierten sie weiter: „Warmes Wasser durch Verbrennen von Menschen erzeugen und die Asche als Dünger verwenden.“

Galgen im KZ StruthofEmma Beckschäfer (17 Jahre, Trebur) war von der Menschenverachtung schockiert. Das Programm war für ihre Teilnahme an der Studienfahrt ausschlaggebend. Deren erste Station war das Fort de Schoenenbourg, das bedeutendste Werk der Maginot-Linie im Elsass. Bei der Führung durch die drei Kilometer langen unterirdischen Gänge dieser französischen Verteidigungsanlage gegen deutsche Angriffe sahen die Schüler an die Wände gemalte Bilder der amerikanischen Tänzerin Josephine Baker oder auch von Micky Maus: Freizeitbeschäftigung für die Soldaten.

Alina Heisiep zeigte sich beeindruckt, wie viele Menschen es auf so engem Raum aushalten konnten. Die 15 Jahre alte Berkacherin war dabei, um etwas zu lernen, „was nicht in Schulbüchern steht“, eben aus persönlicher Anschauung. Genau das ist die Motivation für Lehrerin Ortrud Becker, die in der Einladung formuliert hatte: „Wir wollen mit euch dorthin fahren, damit ihr selbst seht und spürt, was Krieg anrichten kann. Denn persönliche Erfahrungen prägen viel mehr, als alles Wissen aus Büchern, Unterricht oder Internet.“ Kollegin Aurelia Horneck ergänzt: „Und zwar mit allen Sinnen: Den Geruch im Maginot-Bunker, den eisigen Wind in Struthof.“

Die Straßburger MünsterLehrerinnen meinen, dass das Elsass sehr gut geeignet sei, um aufzuzeigen, was sich Deutsche und Franzosen im Laufe der Geschichte angetan haben. Si stand die Fahrt des Fachbereichs Französisch unter dem Leitwort „Versöhnung über die Grenzen hinweg“. Das erlebten die Schüler als Gäste in der Begegnungsstätte Albert Schweitzer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in dem kleinen Kur- und Thermalbadeort Niederbronn-les-Bains. Dessen Leiter Bernard Klein stellte die philosophische Frage nach dem „gerechten Krieg“, die nach wie vor unbeantwortet sei: „War es Unrecht, gegen Hitler zu kämpfen?“

Der Lothringer erläuterte weiter, dass im Ersten Weltkrieg eine Million deutscher Soldaten auf französischem Boden gestorben seien, 250.000 seien es im Zweiten Weltkrieg gewesen. Von 1961 bis 1966 hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die deutsche Kriegsgräberstätte hergerichtet, neben der die Begegnungsstätte gebaut wurde. Unter den 15 472 deutschen Gefallenen befindet sich auch der Bruder des früheren Finanzministers Theo Waigel. „Was habt ihr mit denen zu tun, die auf diesem Friedhof liegen“, frage Joelle Krieger. Bei der Führung erklärte sie die Funktion des Totenackers als Ort des Gedenkens, der Erinnerung der Dokumentation für Familiengeschichte und des Lernens für die nachfolgenden Generationen. Ortrud Becker: „Geschichte hautnah zu erleben, ist ein Weg, um aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.“ Der vorgesehene Besuch im europäischen Friedensparlament in Straßburg fiel allerdings der Schließung wegen des Coronavirus zum Opfer.

Hans-Josef Becker

 

Europa in Straßburg entdecken

IMG 20190605 WA0000 klein47 Fahnen wehen vor dem Gebäude des Europarates in Straßburg. Sie begrüßten 33 Schüler der Mittelpunktschule Trebur bei ihrer Tagesfahrt zum „Lieu d`Europe“, dem „Haus Europas“ im Herzen des Europäischen Viertels in Straßburg. Die Französisch   lernenden Schüler hatten an diesem Tag Gelegenheit, die Sprache in der europäischen Hauptstadt anzuwenden.

Die Eurometropole Straßburg genießt, wie Brüssel und Luxemburg, den Status einer europäischen Hauptstadt. Dort befinden sich bedeutende europäische Institutionen wie der Europarat, das Europäische Parlament, der Europäische Gerichtshof, das Europäische Jugendzentrum, die Europäische Pharmakopöe (Europäisches Arzneibuch) und die Europäische Wissenschaftsstiftung.

Unterwegs durch das ansprechende und ruhige an der Ill gelegene Europaviertel lösten die Schüler in kleinen Gruppen Fragen zu den einzelnen europäischen Institutionen. Dabei fielen ihnen die unzähligen Radfahrer auf. Die Schnitzeljagd führte die Schüler zum Palais de l’Europe, dem Zuhause des Europarates. Beeindruckt waren die Treburer vom Gebäude, das „die Kraft und die Geschlossenheit der Union“ verkörpern soll. 64 000 qm groß ist das Gebäude. Es beherbergt 1.000 Büros, 17 Sitzungsräume und in seiner Mitte den Plenarsaal mit 600 Plätzen.

20190605 153209 kleinWeiter ging es zum „Parlement Europeen“, dessen 751 Mitglieder von den Bürgern der Mitgliedsstaaten kürzlich bei der Europawahl gewählt wurden. Es vertritt als einzige direkt gewählte supranationale Volksvertretung weltweit die Interessen der Bürger der EU-Mitgliedstaaten. Arbeitsorte des Europäischen Parlaments neben Straßburg sind Brüssel und Luxemburg.

Interessiert schauten sich die „Entdecker“ Stephan Balkenhols „Giraffenmann“ vor dem deutsch-französischen Kultursender Arte an. Ruhe soll er ausstrahlen, ein Innehalten ermöglichen, um über die Dinge des Lebens zu reflektieren, was vielleicht auch bei den Schülern ankam. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte entdeckten die Schüler fasziniert ein Stück der ehemaligen Berliner Mauer.

Die Straßburger Innenstadt bot den Schülern Gelegenheit, das Flair einer französischen und gleichzeitig europäischen Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Die die begleitenden Französischlehrerinnen Ortrud Becker, Viviane Bethencourt und Anna Lux hatten ihnen die Aufgabe gestellt, etwas Originelles zu kaufen. Viele machten sich zunächst auf den Weg zu einem Mc Donalds-Restaurant; einige Mutige schafften es, in einem Bistro eine Quiche Lorraine zu bestellen.

Zu den Zielen des Tages gehörte freilich auch der Münsterplatz mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem gotischen Liebfrauenmünster. Eine einzige Fußgängerzone ist das am Kanal der Ill gelegene Viertel „La Petite France“. Die Schüler schlenderten durch die engen Gassen mit ihren Fachwerkhäuschen und vielen kleinen Geschäfte, wo manches Souvenir erstanden wurde.

Alles in allem: Es war ein gelungener Ausflug, bei dem die Mädchen und Jungen aus Trebur ihr angeeignetes Wissen anwenden konnten. In einem kurzen Rückblick kam sogar der Vorschlag, ob man nicht einmal über Nacht bleiben könnte.

O. Becker (FB Französisch)

 

 

Studienfahrt nach Paris

Die etwas andere Jugendherberge "Adveniat" in der Nähe der Champs-Elysees ist Anlaufpunkt von neunzehn Schüler und Schülerinnender der MPS, die sich zu einer Studienfahrt am Freitag (3.2.2017) nach Paris aufmachen. Eiffelturm

In den nächsten Tagen werden die Schüler die Stadt der Liebe, der Mode, der Kunst an der Seine entdecken. Das Musée Quai Branley am Fuße des Eiffelturms bietet den Treburern einen Überblick über alle außereuropäischen Kulturkreise der Welt.

Die Seerosen von Claude Monet im "Jeu de Paume" können bewundert werden, ebenso die Mona Lisa im Louvre. Das in der Nähe der Unterkunft gelegene Petit Palais wird besucht. Die Kirchen Saint Roch und Saint Germain l'Auxerrois mit ihren Gemälden werden uns durch einen Experten nähergebracht. Staunen werden die Schüler auch über die imposante WestParisfassade der Kathedrale Notre-Dame. Ein Meisterwerk der Gotik.

Selbstverständlich kommt auch das Bummeln durch die Geschäfte nicht zu kurz, zumal in Paris im Moment Schlussverkauf ist. Bazar de l’Hotel de Ville, Galeries Lafayette und le Printemps gehören zu den großen KonsuParismtempeln, die alle Wünsche zu erfüllen scheinen.

O. Becker

Mittelpunktschule Trebur

Theobaldstraße 49
65468 Trebur
Telefon: 06147 / 91 50 − 0
E-Mail: info@mps-trebur.de
Oder kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular.                                                                                                                      

Schule ohne Rassismus                                                                         

                                                                                       

Digitales Schwarzes Brett

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